FCI – Standard Nr. 2 / 07.09.1998 / D

 

Englischer Setter

(English Setter)

 

Übersetzung                    Jochen Mahlfeldt

Ursprung                         Grossbritannien

Datum der Publikation des gültigen Originalstandards: 24.06.1987

Verwendung                    Vorstehhund

Klassifikation FCI
Gruppe 7                        Vorstehhunde
Sektion 2.2.                    Britische und Irische Vorstehhunde, Setter
Mit Arbeitsprüfung

Allgemeines Erscheinungsbild
Von mittlerer Grösse mit klarumrissener Silhouette, Gesamterscheinung und Bewegung elegant.

Verhalten / Charakter (Wesen)
Sehr aktiv mit ausgeprägtem Jagdsinn. Besonders freundlich und gutmütig.

Kopf                             Er wird erhoben getragen, ist lang und verhältnismässig trocken.

Oberkopf

Schädel                          Von Behang zu Behang oval, mit erkennbar viel Raum für das Gehirn; deutlich hervortretendes Hinterhauptbein.

Stop                               Deutlich ausgeprägt.

Gesichtsschädel

Nasenschwamm              Schwarz oder leberbraun, im Einklang mit der Farbe des Haarkleids. Nasenlöcher weit offen.

Fang                               Mässig tief und ziemlich viereckig. Die Länge des Fanges vom Stop bis zur Nasenspitze sollte gleich der Länge vom Hinterhauptbein bis zum Stop sein.

Lefzen                            Nicht zu sehr hängend.

Kiefer / Zähne                  Kräftige Kiefer von ungefähr gleicher Länge, mit einem perfekten, regelmässigen und vollständigen Scherengebiss, wobei die obere Schneidezahnreihe ohne Zwischenraum über die untere greift und die Zähne senkrecht im Keifer stehen. Vollzahnigkeit erwünscht.

Augen                             Intelligent, sanft und ausdrucksvoll. Augenfarbe von haselnussbraun bis dunkelbraun, je dunkler umso besser. Nur bei Hunden mit der Farbe „Liver Belton“ ist ein helleres Auge zulässig. Augenform oval. Augen nicht hervortretend.

Behang                           Von mittelmässiger Länge, tief angesetzt, in schönen Falten dicht an der Wange anliegend. Spitze des Behangs samtartig, oberer Teil mit feinem, seidigem Haar bedeckt.

Hals                             Ziemlich lang, muskulös und trocken, am Kopfansatz leicht gebogen und gut vom Kopf abgesetzt, zur Schulter hin stärker werdend, keine lose Kehlhaut oder lose Haut unterhalb des Kehlbereichs. Elegant.

Körper                        Mässig lang.

Rücken                           Kurz und gerade.

Lenden                           Breit, leicht gewölbt, kräftig und muskulös.

Brust                              Tief. Gute Tiefe und Breite zwischen den Schulterblättern. Rippen gut gerundet und stark gewölbt, wobei die Rippen weit nach hinten reichen.

Rute                             Annähernd in Linie des Rückens angesetzt, mittellang, nicht tiefer als bis zu den Sprunggelenken reichend, weder gerollt noch knotig, leicht gebogen oder Krummsäbelförmig. Dabei jedoch ohne die geringste Tendenz, die Rute erhoben zu tragen. Die Befederung oder Fahne hängt in langen Fransen nach unten. Die Befederung beginnt knapp unterhalb des Rutenansatzes, sie wird zur Mitte hin länger und die Fransenlänge wird zum Rutenende hin wieder kürzer. Haar lang, glänzend, weich und seidig, gewellt: aber nicht gelockt. Die Rute wird in der Bewegung lebhaft von einer Seite zur anderen geschlagen, dabei in einer Ebene mit der Rückenlinie, jedoch nicht darüber, getragen.

Gliedmassen

Vorderhand

Schultern                        Gut zurückliegend, schräg.

Ellenbogen                      Gut anliegend und gut unter dem Körper stehend.

Unterarm                         Gerade und sehr muskulös, mit runden Knochen.

Vordermittelfuss              Kurz, kräftig, rund und gerade.

Hinterhand                 Die Läufe sind sehr muskulös, was auch für den Unterschenkel zutrifft. Von den Hüften bis zu den Sprunggelenken gute Länge der Schenkel.

Oberschenkel                  Lang.

Knie                               Gut gewinkelt.

Sprunggelenk                  Weder ein- noch ausdrehend, gut tiefstehend.

Pfoten                         Gut gepolstert, mit eng aneinanderliegenden und gut aufgeknöchelten Zehen, die durch dazwischen liegenden Haarbewuchs gut geschützt sind.

Gangwerk                   Freie, anmutige Bewegung, die den Eindruck von Schnelligkeit und Ausdauer vermittelt. Freie Bewegung aus den Sprunggelenken bewirkt den kraftvollen Schub. Von hinten betrachtet bilden Hüfte, Knie- und Sprunggelenk eine Linie. Kopf natürlich hoch getragen.

Haarkleid

Haar                               Vom Hinterkopf in Höhe des Behangs beginnend über den ganzen Körper verteilt leicht gewellt, aber nicht gelockt, lang und seidig. „Hosen“ an den Hinterläufen und Befederung an den Vorderläufen fast bis zu den Pfoten reichend.

Farbe                              Schwarz und Weiss (blue belton), Orange und Weiss (orange belton), Zitronenfarben und Weiss (lemon belton), Leberbraun und Weiss (liver belton) oder Tricolour; diese Dreifarbigkeit besteht aus „blue belton“ und Tan oder „liver belton“ und Tan. Dabei werden Hunde ohne grosse Flecken am Körper, dafür mit überall vorhandener Tüpfelung (Belton) bevorzugt.

Anmerkung der Standard-Kommission

„BELTON“ dient als Farbbezeichnung für eine Tüpfelung und/oder ein Zusammenlaufen von Farben und gilt für den English Setter. Belton ist ein Dorf in Northumberland, und der Name wurde von Mr. Edward Lavarack, dem Züchter der die Rasse in ihrer heutigen Form geprägt hat, in seinem Buch über die English Setter verwendet, um diese Färbung zu kennzeichnen.

Grösse                       

Widerristhöhe                  Rüden           65 bis 68 cm
Hündin          61 bis 65 cm

Fehler                        
Jede Abweichung von den vorgenannten Punkten muss als Fehler angesehen werden, dessen Bewertung in genauem Verhältnis zum Grad der Abweichung stehen sollte.

N.B.
Rüden müssen zwei offensichtlich normal entwickelte Hoden aufweisen, die sich vollständig im Hodensack befinden.

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